GoldenPass Line –
Auf der Strecke des BLS RegioExpress

Das Erlebnis geht weiter – im BLS Regio von Interlaken nach Zweisimmen


Interlaken, Teatal
Der zweite Teil der Strecke wird  von den Regionalzügen der BLS gefahren.

Am Bahnhof Interlaken-Ost endet die Fahrt mit dem Luzern-Interlaken-Express. Für die Passagiere der Goldenpass Line ist Umsteigen angesagt.

Es geht nun weiter auf der normalspurigen Linie der BLS RegioExpress nach Zweisimmen. Die einst unter der Bezeichnung Bern-Lötschberg-Simlonbahn gegründete Verkehrsgesellschaft ist heute die größte private Bahngesellschaft der Schweiz.

Sie unterhält ein normalspuriges Streckennetz von 440 Kilometern Länge sowie die Schifffahrt auf dem Brienzer und dem Thuner See.

Auf der Route Interlaken Ost-Zweisimmen legt der Zug insgesamt 53km zurück und befährt die Strecken der Thunerseebahn und der Spiez-Erlenbach-Zweisimmen-Bahn.

Die Fahrt dauert etwa 1:20 Stunden und führt entlang des Thunersees nach Spiez und weiter durch das Simmental vorbei an Spiez, Wimmes und Erlenbach.

Spiez

Die erste Station auf der Route ist Leissingen, auf dem Thuner See, zwischen Interlaken und Spiez gelegen.

Das kleine Dorf besticht mit den spektakulären Sonnenuntergängen, die über dem Thunersee zu beobachten sind.

Weiter erreicht der BLS RegioExpress Spiez, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Bahn.

In Spiez treffen sich die Linien der Lötschbergbahn von Bern nach Brig mit der Simmentalbahn mit Verbindungen nach Luzern und Montreux.

Spiez liegt am südlichen Ufer des Thunersees, am Fuße des pyramidenförmigen Berg Niesen. Von weitem ist das Wahrzeichen des Dorfes – das mittelalterliche Schloss von Spiez – mit  Repräsentationsräumen aus dem 13. bis 18. Jahrhundert zu sehen.

Der ausgedehnte Schlosspark und die über 1000 Jahre alte frühromanische Basilika laden ebenfalls zum Besuch ein.  Bei einer Wanderung entlang des Ufers kann man unter anderem eine ganze Reihe sehenswerter romanischer Kirchen besichtigen.

Von der öffentlichen Schlossterrasse bietet sich ein wunderschöner Ausblick über den See und die Bucht, die auch als die schönste Bucht Europas bezeichnet wird.

In Spiez, auf dem Schlosshügel, befinden sich die höchstgelegenen Rebberge nördlich der Alpen. Der Produktionsprozess des Spiezer Weines „Landwy“ und wie der junge, noch saure Wein getrunken wird, kann man im Heimat- und Rebbau-Museum erleben.

Das Museum ist in einem typischen Simmentaler Haus (aus dem Jahre 1728) untergebracht. Einen Besuch wert ist im Ort auch die Pfarrei Bruder Klaus (1974 eingeweiht), eine einzigartige Mehrzweck-Kirche, die heute unter Denkmalschutz gestellt ist.

Spiez erleben lässt sich am besten auf dem 14 km langen Rundwanderweg, der mehrere denkmal- oder naturgeschützte Objekte erschließt und für perfekte Aussichten sorgt.

Von Ostern bis Mitte Oktober verkehrt zwischen dem Bahnhof und der Schiffländte (Hafen) das Spizer Zügli, das blaue Wahrzeichen der Stadt, welches für angenehme Erkundungs-Rundfahrten sorgt.

Etwa 13 Fahrminuten von Spiez entfernt liegt das kleine Dorf Aeschi auf einer Sonnenterrasse über dem Thunersee.

Phantastische Aussicht in alle Himmelsrichtungen, jahrhundertealte Bauten und erhaltene Folklore zeichnen das Ortsbild aus.

Nach einem Ausflug durch das unter Naturschutz stehende Suldtal mit dem 80m hohen Pochtenfall kann man sich im ältesten Gasthaus des Berner Oberlands aus dem Jahr 1531 ausruhen.

Die Dorfkirche aus dem 10. Jh. mit wertvollen Wandmalereien (14. Jh.) ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung. Von Mülenen aus fährt eine Standseilbahn hoch auf Niesen, von wo aus eine 360 Grad-Panorama-Aussicht zu genießen ist.

Das Hallenbad Aeschi mit Thermalsprudelbecken sorgt für entspannende Momente.

Wimmis und Oey-Diemtigen

Der nächste Ort auf der Strecke ist Wimmis, am Zusammenfluss von Simme und Kander und nördlich des Niesen-Berges (2362 m ü. M.).

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen die Burg und die romanische Kirche, die dem 9. Jh. zugeordnet werden. Im 17. Jh. wurde die Burg zum Schloss erweitert.

Heute gilt das Schloss Wimmis als das Wahrzeichen des kleinen Dorfes.

Wimmis ist der Ausgangspunkt unterschiedlicher Wanderwege, darunter auch für den Simmentaler Hausweg. Unterwegs sind schöne Bauernhäuser mit eindrucksvollen Fassadenmalereien zu bewundern.

Brücken von drei Generationen kennzeichnen bei „Port“ Wimmis den Eingang in das Simmental. Die älteste Simmenbrücke, eine Korbbogen-Steinbrücke, stammt aus dem 18. Jh. und ist auch eine der ältesten Brücken im Berner Oberland.

Oey-Diemtigen

Weiter folgt der Bahnhof Oey-Diemtigen, von wo aus das idyllische Diemtigtal, das größte Seitental des Simmentals, mit dem Postauto erreicht wird.

Das Tal hat den Status eines Naturparks, wegen seiner vielfältigen Landschaft und den schmucken alten Häusern, die hier zu besichtigen sind. Der Erlebniswanderweg „Grimmimutz“ und der Wasserspielplatz „Gwunderwasser“ sind bei Familien besonders beliebt.

Erlenbach i.S.

Der nächste Ort auf dem Weg ist Erlenbach i.S., am Fuße des Stockhorns, eines der aussichtsreichen Berge der Voralpen.

Mit der Luftseilbahn erreicht man den 2190m hohen Gipfel in etwa 20 Minuten. Von der Bergstation und ebenso von der Terrasse des Restaurants kann man sich eines wunderbaren Panoramas erfreuen.

Die Sicht umfasst das Aaretal, den Thunersee, die Voralpen, das Emmental und mehr als 200 Jura- und Alpengipfel.

Wanderwege und Lehrpfade wie „Lebensräume am Stockhorn“ und den „Alpenblumen-Lehrpfad“ bieten perfekte Bedingungen, um die Region zu erkunden.

Mit rund 100 Kletterrouten ist das Gebiet auch bei Kletterern sehr beliebt und die guten Höhenwinde ziehen das Interesse der Gleitschirmflieger an. In erhöhter Lage über dem Dorfzentrum befindet sich die rund 1000 Jahre alte Dorfkirche mit wertvollen Wandbildern aus dem 14. Jh.

Die Kirche, das Pfarrhaus und die überdachte Brücke in Treppenform aus dem 19. Jh. sind ein Teil der geschützten Kulturgüter der Schweiz. Dazu gehört auch das Agensteinhaus aus dem Jahr 1765, ein typisches Beispiel der Simmentaler Bauweise, welche Ständer- und Blockbau harmonisch vereint.

Heutzutage ist im Haus das Dorf- und Regionalmuseum untergebracht. Eine Dauerausstellung mit den Schwerpunkten Zimmermannskunst, Pferde- und Viehzucht, Alpwirtschaft, Urgeschichte, alte Handwerke und eine Webstube macht die Besucher mit Geschichte und Traditionen im Tal bekannt.

Das Agesteinhaus und das Ründihaus (1792 erbaut) sind Bestandteile des Simmentaler Hauswegs, welcher entlang eindrücklicher Gebäude mit hoher Zimmermannskunst und prächtiger Fassadenmalerei führt.

Boltigen

 Weiter erreicht der Zug des BLS-RegioExpress das Dorf Boltingen, den Ausgangspunkt für aufregende Rafting-Ausflüge auf der Simme.

Der Simmentaler Hausweg erschließt in Boltingen mehrere Häuser, darunter das Haus Eichstalden aus dem Jahr 1745, welches zu den schönsten bemalten Häusern des Tals gehört.

Eine Burgruine direkt vor dem Haus erinnert an die historische Entwicklung der Region. Einen Besuch wert ist auch die Kirche des Heiligen Maurituis, deren Ursprünge ins 13 Jh. reichen.

Das Dorf ist der Ausgangspunkt für herrliche Ausflüge in die einzigartige Moorlandschaft am Jaunpass, dem Übergang vom Simmental ins Greyerzerland.

Nicht weniger interessant ist das für die Region typische Fleckvieh, das hier oft beim Weiden zu beobachten ist und ein weltweit begehrtes Exportgut ist. In der viermonatigen Alpzeit liefern die Kühe 150.000 Liter Milch, das Ausgangsprodukt für den köstlichen Alpkäse.

Zweisimmen

Nach Boltingen folgt der Bahnhof Weissenbach und kurz danach erreicht der Zug die letzte Station auf dieser Route: Zweisimmen.

Seinen Namen hat der Ort von der Kleinen und der Großen Simme, die durch die Gemeinde fließen.

Zweisimmen ist als das Tor zur berühmten Gstaad-Saanenland-Region bekannt. Es ist nämlich eins der 10 Dörfer, die die begehrte Feriendestination bilden.

Besuchenswert neben den schönen Simmentalern Häusern im Dorfkern ist die reformierte Kirche St. Maria aus der Mitte des 15.Jh. Die wertvollen spätgotischen Malereien der Kirche sind der Strigel-Werkstatt zuzuordnen.

Der Burgenweg, welcher hier seinen Anfang hat (erste Informationen noch am Bahnhof erhältlich), entführt ins Mittelalter und erzählt Geschichten von tapferen Rittern und Machtkämpfen.

Der Weg führt vorbei an Schloss Blankenburg in Zweisimmen nach Mannenberg mit seinen beiden Burganlagen.

Bemerkenswert ist auch das Gebiet Sparenmoos mit einer faszinierenden Moorlandschaft und verschiedenen Freizeitangeboten. Jede Menge Spaß im Sommer bietet die Trottinett-Fahrt von Sparenmoos ins Dorfzentrum und im Winter verwandelt sich die Strecke in eine erlebnisreiche Schlittenbahn – 7 km reinstes Schlittelvergnügen für die ganze Familie.

Naturfreunde werden bestimmt den Rundweg (für Wanderer und Biker geeignet) zum malerischen Seebergsee, hoch über dem Simmental, genießen. Nach der schweren Tour wird man mit einer surreal schönen Berg- und Seelandschaft belohnt.

Lenk (Abstecher)

In der Nähe von Zweisimmen (mit dem Postauto zu erreichen) befindet sich der Ferienort Lenk (1068m.ü.M.), ein Naturparadies mit einem breiten touristischen Angebot für die ganze Familie.

Die schwefelhaltigen Thermalquellen von Lenk (Thermalbad des Lenkerhof Alpine Resort) sind für ihre heilende Wirkung bei Reuma und Krankheiten der Atemwege bekannt.

Bei Lenk, unterhalb des Gletschers der Plaine Morte, entspringt die Simme, die Namensgeberin des breiten Tals. Ihre Quellen, die „sieben Brunnen“ genannt, sowie die Simmenfälle sind bei einer Wanderung vorbei an dem imposanten 100m hohen Iffigfal zu erreichen.

Im Winter bietet die Ski-Region Adelboden – Lenk einfache bis mittelschwere Pisten, breite Carwing-Pisten, Snowboard-Parks und eine permanente Rennstrecke.

Alpenschönheit bewundern und neue Orte kennenlernen? Mit der GoldenPass Line nehmen Sie das Beste aus zwei verschiedenen Welten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.